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Acreichthys tomentosus green
  • Acreichthys tomentosus green

Acreichthys tomentosus green

90,50 CHF

(80,50 CHF 1)

Bruttopreis
Wissenschaftlich: Acreichthys tomentosus
Deutsch: Seegras- oder Tangfeilenfisch
Vorkommen: Australien , Indonesien, Japan
Größe: bis zu 12 cm
Temperatur: 22°C - 28°C
Futter: Artemia (Salzwasserkrebschen), Frostfutter (große Sorten), Glasrosen, Mysis (Schwebegarnelen)
Aquarium: ~ 400 Liter
Schwierigkeitsgrad erfahrenen Aquarianern vorbehalten
Grösse
Quantity
nicht verfügbar

Bis der Fisch sich eingewöhnt hatte und normal verhielt, dauerte es eine Woche.
Dann nahm er sofort Artemia an und begann auch interessiert das Becken zu inspizieren.
Der Seegrasfeilenfisch scheint bei mir ein Allesfresser mit Vorliebe für Anemonen zu sein.

In meinem Becken hat er sich, nach bisher 4 wöchiger Hälterungsdauer, seinen "Speisezettel" (in dieser Reihenfolge) folgendermaßen gestaltet: 14 Tage nach Einsetzen des Fisches war das Thema Glasrosen und Majanos erledigt. Z
uerst hat er die Glasrosen gefressen (auch die ganz großen) und dann die Majanos.
Allerdings hielten sich die Plagen bei mir in Grenzen – ich hatte auch vor Einsetzen des Fisches keine Majano- oder Glasrosenteppiche im Becken.
Aber auch dafür hätte er sicher nur unwesentlich länger gebraucht...
Wenn Acreichthys tomentosus einmal etwas ins Visier genommen hat, dann bleibt er unermüdlich dran!
Nachdem das Thema Minianemonen erledigt war, hat er sich (nach einigen Tagen Pause) mit dem selben Eifer über zwei verschiedene Arten von Xenia´s hergemacht!
Auch diese waren nach wenigen Tagen kein Thema mehr...
Danach ist er auf eine großpolypige Steinkoralle losgegangen, die ich deshalb aus dem Becken entfernen musste.
Was er sporadisch auch frisst, sind Krustenanemonen und Bäumchenweichkorallen – diese aber bisher nicht gezielt und nicht mit der selben Ausdauer, wie die vorgenannten Dinge.
Ab und zu beißt er – anscheinend aber nur, um mal zu probieren – in eine SPS-Koralle, ohne diese aber dauerhaft zu schädigen.

Auch habe ich ihn schon dabei beobachtet, wie er versucht hat, eine Astrea-Schnecke von der Seite her "zu vernaschen".
Diese ist jedoch schnell in Deckung gegangen. Ebenso interessiert hat er auch schon meine kleinen Sexy Shrimps beäugt.
Die haben aber einen Hüpfer in eine Hystrix gemacht, als es ihnen zu "mulmig" geworden ist.

Meine Tridacna-Muscheln, alle Arten von Röhrenwürmern und alles was sonst noch so kreucht und fleucht, hat er bisher nicht angetastet.
(Obwohl Prof. Ellen Thaler schreibt, dass er eine Vorliebe für Röhrenwürmer hätte).
Auch eine "Wiese" mit Anthelia, die ich eigentlich gerne noch los wäre, straft er bisher mit Verachtung.
Der Seegrasfeilenfisch ist sicher dann die richtige Wahl, wenn in einem Becken der Besatzschwerpunkt auf SPS-Steinkorallen liegt.
Auf großpolypige Steinkorallen muss man sicher verzichten, obwohl ich mehrere Fungias und eine Cynarina halte, die er bisher überhaupt nicht beachtet.
Auch wenn man einen gemischten Besatz mit Weichkorallen und Anemonen in seinem Becken pflegt, ist der Seegrasfeilenfisch aufgrund seines Speisezettels sicher nicht der ideale Zeitgenosse, da er darin auf Dauer vermutlich einiges "platt macht".

Der Fisch hat jedoch ein sehr interessantes Verhalten und ist – sowohl vom Aussehen, als auch vom Verhalten her – ein schöner Kontrast zu den übrigen Fischen im Becken.

Er ist in der Lage, blitzschnell seine Farben und Muster an die Umgebung anzupassen.
Nachtrag: Vor ein paar Tagen hat der Feili sein wahres Gesicht gezeigt.
Obwohl gut und abwechslungsreich gefüttert (Krill, Artemia, Muscheln, Grünfutter), hat er begonnen, massiv an den Steinkorallen herumzufressen.
Und zwar auch an allen Kleinpolypigen (Acro, Stylo, Monti).
Ich habe den Feilenfisch deshalb aus dem Steinkorallenbecken entfernen und in ein Artenbecken übergesiedelt.
Das Herausfangen war in 10 Sekunden passiert.
Man konnte ihn fast mit der Hand aus dem Becken heben.
Insofern ein einfacheres Unterfangen, als beispielsweise bei einem Falterfisch.
Es ist demnach definitiv nicht nur so, dass der Feilenfisch selektiv Anemonen, Weichkorallen und großpolypige Steinis verbeißt.
Vielmehr hat die Beobachtung gezeigt, dass er – je nach Individuum und nach Lust und Laune – unspezifisch an alles geht, was ihm in die Quere kommt (entweder früher oder später).

Dabei ist nicht einmal sicher, ob er das Gewebe der Steinis frißt oder ob er nur dran rumbeißt, damit er etwas zu tun hat.
Denn normalerweise spuckt er das Gewebe, nachdem er es abgebissen hat, immer wieder aus.
Abschließend kann man sagen, dass der Seegrasfeilenfisch für die Glasrossen und Majanobekämpfung ein sicherer Tipp ist!
Allerdings kann er in einem Korallenriffbecken mit Schwerpunkt auf Steinkorallen in der Regel nur ein Gast auf Zeit sein.
Aus diesem Grund sollte man schon beim Kauf mit dem Händler über eine Rückgabe reden (Natürlich nicht zum vollen, sondern vielleicht zum halben Preis).
Alternativ muss man ein eingefahrenes Spezialaquarium haben, in welches man das Tier bei Bedarf übersiedeln kann.
Auch muss bedacht werden, dass die Plagegeister nach einiger Zeit langsam wieder auftauchen können, wenn dieser Fressfeind nicht mehr da ist.
In dem Fall wird man die Dienste des Seegrastirolers noch einmal in Anspruch nehmen müssen.
Burgess gibt die Grösse mit 10 cm an.
Das stimmt jedoch nicht – in der Regel werden sie im Aquarium wohl ca. 15 - 20 cm erreichen.
In der Natur sind es dann eher gute 30 cm.

Acreichthys tomentosus

Specific References

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